Eine Künstlerreise ins Lande der Sieben Sande

 

Video-Collection <RAY Art and AWAFI Festival 2007>
Video 1 of 3.
 
 
Video-Collection <RAY Art and AWAFI Festival 2007>
Video 2 of 3.
 
In Vorbereitung...
Video-Collection <RAY Art and AWAFI Festival 2007>
Video 3 of 3.

 


Sechs Stunden Flug. Ankunft in Dubai um 7.55 Uhr.
Wir sollten abgeholt werden, also gleich erst einmal die Leute vom RAK 24 anrufen.
Ja die Chefin des RAK Business Services, Frau Quirschfeld bestätigt es. Ein Mr. Tallal, Mitarbeitet im Organisationskomitee des AWAFI Festivals würde uns abholen. Suchen musste ich nicht lange. Ein etwas zurück haltender Araber im weißem Gewand der sich nicht so recht traute das Schild mit der Aufschrift Mr. Kunzmann zu zeigen. Nun zum Glück hatte ich in den letzten Wochen in Deutschland mein Englisch aufgebessert und so glaube ich, das ihm ein Stein von Hertzen viel als ich mich zu erkennen gab. Das Auto war schnell gefunden und die 60 min Fahrt von Dubai nach RAK war die reinste Erholung nach dem Sechsstündigen Flug, zumal die Emirates
Rout nun bis nach RAK fertig gestellt war und Mr. Tallal es sich nicht nehmen lies uns unterwegs einen kleinen Imbiss anzubieten.

Während der Fahrt spielten sich die letzten Monate noch einmal vor mir ab. Noch vor 6 Monaten hatte ich noch nie etwas vom AWAFI Wüstenfestival  gehört.
Alle begann als ich Anfang 2006 nach der Rückkehr von unserer Zweiten Dubaireise meinen Reisebericht für interessierte Künstler und die, die es werden wollen in verschiedene Künstler- und Reiseforen einstellte. So kam auch der Kontakt zu den Leuten von RAK 24 zustande.
Wohl an die Hundert Mails gingen hin und zurück. Auch diese Leute hatten von meiner Kunstform „The Art of the Small Stones“ noch nie etwas gehört. Aber sie waren von Anfang an fasziniert. Denn meine Kunstform war, obwohl ich nun bereits zwei mal in Dubai meine Arbeiten zur Schau gestellt hatte doch noch recht unbekannt. Aber irgendwie hatten sie wohl doch erfahren das ein deutscher Künstler vor Jahresfrist ein 1,50 x 1,0 Meter großes Porträt von Scheich Khalyfa bin Zayed al Nahyan aus 375.000 farbigen Steinchen erstellt hatte und selbiges nun zum Zweiten male vor hatte.
Überrascht wurde ich jedoch insofern das es die Leute vom RAK 24 erwirkten das ich als einziger europäischer Künstler, durch den Initiator des AWAFI Wüstenfestivals Scheich Ali bin Sultan Al Khatri nun hierher eingeladen wurde.
In den Vorjahren bezogen sich die Festivalveranstaltungen hauptsächlich auf sportliche Wettkämpfe wie Motorsport, Kamelrennen und Fußball.
2007 nun sollte das Festival erstmals auch kulturelle Höhepunkte beinhalten.

 



 


Scheich Ali bin Sultan Al Khatri, der Initiator des AWAFI Wüstenfestivals
 

AWAFI Rennstrecke des RAK Rcing Club aus dem Hubschrauber Scheich Alis fotografiert
 


Ein besonderer Höhepunkt war die offizielle Eröffnungsfeierlichkeit im RAK Kulturzentrum.
Die Ränge im Kulturzentrum von RAK waren bis auf dem letzten Platz gefüllt.
Die Bühnenshow war ein kulturelles Spektakel der Extraklasse aus Tanz, Musik, Licht und Farben.
 



 


Das Warten in den Hotellobbys wurde
 für uns manchmal zur Geduldsprobe.

Die Bühnenshow war ein Feuerwerk
aus Tanz, Musik, Schwertkämpfen und Tanz


Neben Scheich Ali bin Sultan Al Khatri der das Festival vor einigen Jahren ins Leben gerufen hat ist, wurde zwischenzeitlich auch Scheich Mohamed bin Kaied Al Qasimi, der Vizeminister des RAK Economy Departments die organisatorische leitende Hand des Festivals geworden.
Und ich tat gut daran für diese beiden Herren vor meiner Abreise Gastgeschenke, in Form von Porträts aus Wüstensanden, zu fertigen.



 

Pressepräsentation der Porträts aus Wüstensand.
Scheich Mohamed links und Scheich Ali rechts, vor unserer Abreise in die UAE, in meinem Atelier in Deutschland


Mit Scheich Mohamed bin Kaied Al Qasimi selbst und einigen seiner Mitarbeiter aus dem Economy Department,  traf ich mich. Es war einfach bewundernswert wie es Mr. Qais Ramadan vom RAK Business Services organisierte, das Scheich Mohamed für mich Zeit hatte. Und überhaupt ohne Mr. Qais Ramadan und Frau Jasmin Quirschfeld von RAK24 währe ich mit meinem schlechten Englisch wohl nicht weit gekommen. Aber Scheich Mohamed war äußerst interessiert und geduldig, auch wenn viele Phasen unseres Gespräches zuerst ins englische und danach ins arabische übersetzt wurden.
Auf seine Frage warum ein deutscher Künstler sich für das noch im Aufschwung begriffene RAK interessiert und nicht in die glitzernde Metropole Dubai geht. Konnte ich entgegnen das es doch keinen Grund gebe warum sich Kunst und Kultur nur in Dubai abspielen sollte. Im weiterem gefiel mir in RAK wirklich die noch großteils unberührte Natur, die Ursprünglichkeit und vor allem die Nähe zu den Gebirgszügen im Osten an den Grenzen des Oman, wo es nachweislich die meisten kulturhistorischen Ausgrabungsstätten in den Emiraten gibt, die ich teilweise bereits bei meiner Reise im Vorjahr kennen gelernt hatte.

 



 



 

Mit Scheich Mohamed bin Kaied Al Qasimi führte ich Gespräche
über meine Pläne und Ambitionen in den UAE


Zu einem ersten Treffen mit meinem Gastgeber Scheich Ali bin Sultan Al Khatri kam es auf dem AWAFI Festivalgelände etwa einen Km vor RAK mitten in der Wüste. Hier waren für Künstlerische Präsentationen vielfältige Ausstellungszelte in einem besonderen Areal platziert.

In und vor unserm Zelt hatten wir unsere vielfältigen Ausstellungsstücke, wie Orientalische Ornamente, Sandgrafiken, eine Edelsteininstallation und das Zweite Großporträt von Präsident Scheich Khalyfa bin Zayed al Nahyan platziert.
Im Vorfeld der Kunstpräsentation fertigte ich auf Empfehlung von Frau Jasmin Quirschfeld, Chefin des RAK Business  Services eine limitierte Auflage von 1000 Stück handsignierter Postkarten mit dem Abbild meines zweiten Großporträts von Präsident Khalyfa. Und da der erläuternde Text auf der Rückseite in englisch und arabisch war, wurden diese Karten zu begehrten Sammlerstücken.
Das erste Treffen mit Scheich Ali nutzte ich um mein Gastgeschenk an ihn zu übergeben.

Noch wusste ich nicht das ich wenige Tage später von Scheich Ali als Danksagung für meine Aktivitäten einen goldenen arabischen Krummdolch mit persönlicher Widmung erhallten sollte.

 



 


 

 

Jugendliche Araber umringen zumeist Nachts,
unser Zelt in der Wüste vor der Stadt RAK.

 


 
 

Übergabe des aus Wüstensand gefertigten Porträts von Scheich Ali an diesen.
Im Gegenzug bekomme ich einen goldenen Arabischen Krummdolch geschenkt



 


Die Familie Scheich Alis und dessen Vater Scheich Sultan Al Khatri lernte ich wenige Tage später kennen als ich und die Leute vom RAK Business Services, seine Einladung zu einem Dinner im privaten Anwesen der Familie wahrnahmen.
Dies war wirklich etwas sehr außergewöhnliches, da es die Mentalität der Araber nur selten zulässt das Außenstehenden Einblick in privaten Anwesen gewährt wird.
Auf weichen Teppichen und Kissen sitzend saßen wir um einen riesigen Teppich der mit den feinsten Gerichten aus Tausendundeiner Nacht gedeckt war. Während für uns auch Speisen auf den Teppich kamen, die man in anderer Form,  wie z.B. Huhn und Ei auch aus Europa kannte, war der Großteil der Gerichte rein arabische Leckerbissen und wir wurden wieder und wieder aufgefordert von allen zu kosten. Bei der Vielzahl der Gerichte war dies uns kaum möglich, aber noch wussten wir ja auch nicht das dieses Dinner bis tief in die Nacht gehen sollte und alle Zeit der Welt zum Essen war.
 


Unsere limitierte Auflage von 1000 Nummerierten und signierten Karten mit dem Porträt des Präsidenten der Emirate
Scheich Khalyfa bin Zayed Al Nahyan wurden zum begehrten Sammlerobjekt.
 


Während Scheich Sultan Al Khatri als Familienoberhaupt ein Lagerfeuer entfachte, entlockten  seine Söhne aus seltsam anmutenden, uralten Musikinstrumenten die unterschiedlichsten Töne, die unseren europäischen Ohren anfänglich sehr ungewohnt waren. Aber für unsere Gastgeber war diese Musik Lebensinhalt und der Rhythmus bezauberte sie. Als die Stimmung auf dem Höhepunkt war wurde ich aufgefordert selbst ein derartiges Instrument in die Hand zu nehmen. Aber so seltsam wie die arabische Musik auch klingen mag ich vermochte es nicht auch nur einen einzigen ähnlichen Ton daraus zu entlocken..
In dieser Nacht präsentierte uns Scheich Ali auch seinen ganzen Stolz, seine Falken. Es sind einfach wunderbare Vögel die es zwar auch in der freien Natur in Europa gibt, aber in Ihrer Pracht kann man nur beschreiben wenn man Ihnen direkt in die glasklaren Augen sehen kann.
Die Nacht auf dem Anwesen von Scheich Ali nutzte ich auch um meinen Gastgeber zu mir nach Deutschland einzuladen.
 



 

Neben mir Scheich Sultan al Khatri  und Scheich Ali

Meine Frau, Ich und Scheich Ali


Während des Festivals hatte ich auch Gelegenheit andere Ausstellungszelte zu besuchen.
So traf ich auch auf Mr. Abdulla Alwan, Minister im Landwirtschaftsministerium von RAK.
Er präsentierte uns historischen Ausstellungsstücke die die Historie der Landwirtschaft von RAK widerspiegelten und anhand von Modellen urtümlicher Behausungen der Berg- und Wüstenstämme, aus Zeiten in denen die Landwirtschaft noch eine bedeutende  Rolle in den Emiraten gespielt hatte. Bereits auf unserer Reise im Vorjahr hatten wir ausgeklügelte Bewässerungssysteme kennen gelernt, die das kostbare Nass von den Quellen im Gebirge über viele Kilometer bis zu den Feldern ins Tal führte. Er zeigte uns absonderliche Landwirtschaftliche Geräte und Zubehör die ihre Form über Jahrhunderte nicht verändert haben und noch bis vor 50 Jahren bei den Berg- und Wüstenstämmen im Einsatz war.
 



 

 

Im Gespräch mit dem Landwirtschaftsminister von RAK
Mr. Sultan Abdulla Sultan Alwan und die Vorführung alter landwirtschaftlicher Geräte
 


Das Hayar Gebirge
 
 

Das Hayar Gebirge, an der Grenze zum Oman und dessen Ausläufer, sind die Heimat von Mr. Ali Mansouri. Er lud uns ein die Historischen Stätten des Kastells Dhaya Fort und sein im Bau befindliches Hotel gleichen Namens zu besichtigen.
Das alte Kastel Dhaya Fort wurde auf dem Gipfel eines Ausläufers des Hayar Gebirgs von den Persern gebaut damit diese die Handelswege von den reichen Kupfermienen im Hayar Gebirge zur Straße von Hormutz im nördlichsten Zipfel der Emirate, die nur eine Autostunde entfernt ist, zu beschützen.
Die Perser schürften damals die reichen Kupfervorkommen im Gebirge aus und mussten sich der immer mehr erstarkenden arabischen Beduinenstämme erwähren.

Im Schatten zwischen dem gewaltigem Hayar Gebirge und dem Ausläufer auf dem das Dhaya Fort thront  liegt das im Bau befindliche Hotel Dhaya Fort von Mr. Ali Mansouri, inmitten eines gewaltigen Haines von Dattelpalmen entsteht z.Z. das kleine Hotel in Form eines Sultanspalastes. Mit Ali Mansouri führten wir erläuternde Gespräche über zukünftige Gestaltungstechnische Möglichkeiten der „Art of the Small Stones“ und eventuelle Kunstpräsentationen für ein internationales Klientel von Hotelgästen.
An seinem Pool, unter Palmen sitzend erzählte er uns die Geschichte des Forts ehe wir unter seiner Führung die beschwerliche Tour zum Gipfel unternahmen.
Vorher gab es gegen das Durstgefühl noch winzige Tässchen Arabischen Cafes, an dessen seltsamen Geschmack ich mich wohl nie gewöhnen werde.
Wir waren längst außer Atem, nur er, der mit Ruhe Kletternde erzählte unterdessen von mehrtägigen Bergtouren die er als über 60 Jähriger noch heute unternimmt um zu verborgenen Wasserfällen und alten Kupfermienen zu kommen.

Überhaupt zeigte er uns im Gebirge viele schöne verborgene Winkel die kein normaler Tourist erreicht. Hätte ich es nicht gesehen würde ich jeden anderen der Lüge bezichtigen das es in diesem, im Sommer unglaublich heißem Gebirge Wasserfälle und grüne Flecken gibt.
Und ich meine nicht das sterile gezüchtete Grün wie es  in den Hotelanlagen angelegt ist.
Hier aus den Gebirgszügen an der Grenze zum Oman kommt ja auch der größte Teil des Trinkwassers in den gesamten Emiraten. Es war wirklich erfrischend an so einem Wasserfall den Durst zu stillen, einfach etwas wunderbares, nicht wie das dumpfe entsalzte Meerwasser wie es in Dubai zu bekommen ist. Hier im Gebirge sah ich wie schon bei meiner Reise im Jahre 2005 schon, sogar noch alte künstlich angelegte Kanäle die das kostbare Nass in mit Steinplatten ausgelegten Gräben, zu den damaligen häufig über 10 km entfernten Feldern leitete. Ja noch vor Fünfzig Jahren gab es viel Ackerbau und Viehzucht in den Fruchtbaren Ebenen, die aber heute alle nicht mehr bewirtschaftet werden und versteppt sind. Wie schon 2005 sahen wir die Reste von alten Bergdörfern, Kupfermienen und Pfaden wo Jahrhunderte vor unseren Besuch wohl noch ein reges Leben herrschte.
Das alte Kastell Dhaya Fort, um dies  auch noch zu erklären wurde obwohl es auf dem Gipfel eines Berges steht, vollkommen aus Korallenbrocken und Lehm gebaut. Die Anlage ist sehr gut restauriert und wird wohl auch in Zukunft zu einem Anziehungspunkt werden.
Wenn man von oben ins Tal blickt sieht man eine zweite Historische Anlage. Hier am Fuß des Berges war die Befestigung  in der die Soldaten und Reiter untergebracht waren, die, sobald vom oberen Fort der Befehl kam, los ritten um gesichtete Beduinenhorden zu verfolgen.
 

          Im Gespräch Mr. Ali Mansouri in dessen Hotel Dhaya Fort   


 

Ruinen alter Befestigungsanlagen am Fuße des Hayar Gebirges



 


 
Wieder am Fuße des Hayar Gebirges Noch ein Blick vom Hotel zum Kastell gleichen Namens


Die Kulturhistorische Stätte Jazeerah Island, die sogenannte Bluthalbinsel besuchten wir unter Führung von Scheich Ali bin Sultan Al Khatri.
Ali führte uns durch die verlassenen Stadt Jazeerah direkt an der Küste der Persischen Golfes. Diese Ruinenstadt ist direkt der Hauptstadt Ras Al Khaima vorgelagert und wurde Jahrhunderte lang umkämpft. Zuerst kämpften die Perser gegen die damaligen Araber die den gesamten Persischen Golf unter der grünen Piratenflagge, durchstreiften. Als die Perser schließlich den Kampf aufgaben teilten die herrschenden Scheichs von Ras Al Khaima das Territorium des Landes unter sich neu auf. Drei große Scheichfamilien kamen ab dem 17. Jahrhundert überein das eine Fam. ihr Stammesgebiet von nun an im Hayar Gebirge hat. Eine Fam. machte sich die Küste zu eigen und eine weiter die Gegend um die große Oase Halawi in der Wüste.
Die Stadt und Halbinsel Jazeerah Island wurde zum Niemandsland erklärt und die niederen Bevölkerung die seit Jahrhunderten hier wohnten, mit blutigen Kämpfen vertrieben.
Aber wo sollten die einfachen Händler, Perlenfischer, Bootsbauer und Beduinen hin da die großen Scheichs das Land unter sich aufgeteilt hatten.
So kehrte viele heimlich wieder nach Jazeerah zurück und waren der Gnade der Herrscherfamilien ausgesetzt. Schließlich kam es doch zu Streitigkeiten zwischen den 3 großen Familien weil jeder insgeheim das Territorium für sich beanspruchte und von den Bewohnern einen Obolus verlangt damit sie in ihrer alten Stadt leben durften.
Bis es schließlich zur Vereinigung der Sieben Scheichtümer zu den Vereinigten Arabischen Emiraten kam. Heute aber ist Jazeera Island verlassen.

Es war wirklich ein besonderes Erlebnis von einem Scheich als Reiseführer derartiges zu erfahren auch wenn es über 2 Dolmetscher erst in Englisch und dann in Deutsch übersetzt wurde.
Überall in der gesamten Ruinenstadt, mit seinen aus Korallen gebauten Häusern, sieht man das diese Stätte nicht touristisch genutzt wird und man findet historische Gegenstände aus allen Jahrhunderten. Ein einziges Gebäude der Stadt, ein alter Persischer Wachturm wurde rekonstruiert weil dieser Turm das Wahrzeichen von Ras Al Khaima ist.

Hier zwischen den historischen Gebäuden auf Jazeerah Island ging ich auf  Motivsuche für meine neueste Kunstform die „Sandgrafik“ in der ich hauptsächlich die Historie der Emirate wiederspiegeln möchte. Ich fand verlassene historische Gebäude der kleinen Leute, alte Brunnenanlagen, Reste von Bewässerungssystemen, ehemalige Kaimauern und ein altes Kastell auf dem noch die Reste eines Windturmes thronten.
 



 



 

Wachturm Wahrzeichen von RAR, auf Jazeerah Island und Aufstieg in diesen



 


 


 
Reste alter Befestigungen und
 Blick über die Ruinenstadt Jazeerah Island


 


 
Altes Fort mit Windturm auf Jazeerah Island Historisches Mauerwerk aus Korallen und Lehm


Mit Scheich Mohamed bin Kaied Al Quasimi und seinen Mitarbeitern trafen wir uns mit Unterstützung von RAK24  zu Gesprächen bezüglich der Großformatigen Kunstwerke „Arabischer Reiter“ (Edelsteininstallation) und dem „Großporträt von Präsident Khalyfa“.
Diese beiden Kunstwerke sind nun zwischenzeitlich im Economy Department von RAK platziert.



 

Wir mit Scheich Mohamed bin Kaied Al Quasimi und seinen Mitarbeitern aus dem Economy Department
bei einem Fototermin für die Arabische Presse im Hilton Hotel


Unterstützend für uns war auch wieder einmal RAK24 tätig als Gespräche und Treffen mit Scheich Tareq Al Quasimi angebahnt wurden.
Scheich Tareq Al Quasimi ist Geschäftsführer des immensen Bauprojektes Yasmin Village in RAK. An den Grenzen der Stadt zu den Ausläufern des Hayar Gebirges hin sollen in nicht allzu weiter Zukunft moderne Villensiedlungen entstehen die nicht nur ein rein arabisches Ambiente, sondern auch durchaus europäische Baustiele beinhalten. Scheich Tareq Al Quasimi zeigte sich durchaus interessiert einige Kunstwerke in Auftrag zu geben um öffentliche Einrichtungen von Yasmin Village stielvoll zu gestallten.
Ähnlich positiv verliefen Gespräche mit Mr. Taleb Habsi einem einflussreichen und zukunftsorientierten Geschäftsmann aus RAK der ebenfalls ein Bauprojekt in den Startlöchern hat und bereits jetzt daran denkt es stielvoll und künstlerisch auszudekorieren.
 



 

Gespräche im Hilton Hotel mit Mr. Mohamed
Emiratischer Geschäftsmann in RAK 


Frau Anne Becker, die Marketing Managerin des CEDAR Jebel Ali international Hospitals in Dubai lernte ich in Ausübung ihrer Tätigkeit als Herausgeberin des Deutsch / Englischen Magazins DISCOVER ME kennen.
Auch Sie war überrascht das ein Deutscher Künstler zum AWAFI Wüstenfestival von Scheich Ali bin Sultan Al Khatri eingeladen wurde.
Aber nachdem sie meine Kunstform „The Art of the Small Stones“ mit der ich bis zu 30 winzige Gesteinskörner auf einen Quadratzentimeter, mosaikartig zu Orientalischen Ornamenten und Landschaftlichen Darstellungen zusammen füge gesehen hatte, war ihr es klar was meinen Gastgeber zu seiner Einladung veranlasst hatte.
Schnell war der Kontrakt geschlossen eine Kunstpräsentation für das Jebel Ali Hospital in Dubai zusammen zu stellen. Und zwischenzeitlich ist das Jebel Ali Hospital um Sechs Kunstwerken von Orientalischen Ornamenten, zusammengefügt aus winzigen Steinen, reicher.
 


Nicht vergessen möchte ich hier auch das wir von Mr.Ali Bin Darwish zu einem Besuch in sein Privatmuseum eingeladen waren und wir auch für ihn im privaten Rahmen unsere Kunstwerke präsentierten. Er war auf dem AWAFI Festivalgelände fast täglicher Gast unseres Ausstellungszeltes und wahrlich fasziniert von den  Möglichkeiten die meine Kunstform „The Art of the Small Stones“ boten. Auch von den Möglichkeiten aus den unterschiedlichsten Wüstensanden Kunstwerke mit historischen Szenen, wie Perlenfischerei, Beduinenleben, Falkenreiter, oder Handelskarawanen darzustellen war er begeistert. Worauf es spontan zu der Einladung in sein Anwesen kam.




Jebel Ali Hospital in Dubai


Scheich Ali Bin Darwish ist ehemaliger Polizeioffizier aus den Zeiten in den Vereinigten Arabischen Emirate als diese noch sieben einzelne Scheichtümer waren.
Mit der Geschichte des Landes auf beste vertraut hat er eine riesige Sammlung kulturhistorischer und archäologischer Zeugnisse aus der Geschichte der heutigen Emirate zusammen getragen.

Besonders viele historische Zeugnisse fand er in alten Siedlungen in den Ausläufern des Hayar Gebirges an der Grenze zu Oman. Wie auch ich auf meinen Vorjahresreisen festgestellt hatte sind die Gebirgsregionen noch nicht touristisch erschlossen und viele historische Stätten wurden auch von Archäologen noch nicht erschlossen da sich die Emirate noch nicht so richtig auf ihre Geschichte besonnen haben.
Im Anwesen von Ali Bin Drawish kann man eine Reise durch Jahrhunderte unternehmen.
Ob es um Perlenfischerei oder Kupferbergbau, um das Beduinenleben der Wüstenstämme oder um Piraterie unter grünen Piratenflagge geht. Zu allem hat sein Privatmuseum etwas zu bieten. Alte persische Münzen oder Vorderladerkanonen. Uhralte Korane, deren Seiten beim berühren fast zerfallen oder historischer Goldschmuck sind ebenso vorhanden wie Waffen der Beduinenstämme und der ehemaligen Kolonialherren.

Es war ein schöner Besuch bei dem wir wieder sehr viel über die Geschichte lernen konnten und bei dem obligatorischen arabischen Kaffe verging die Zeit wie im Flug

Zum Abschluss hatten wir noch die Ehre uns in sein Gästebuch eintragen zu dürfen.
 



 


 

 Kunstpräsentation für Mr.Ali bin Darwish in dessen Privatmuseum in RAK



 


 
Eintrag ins Gästebuch Ali bin Darwish präsentiert uns historische Waffen


 


 
Ein 300 Jahre alter Koran                                               Ton- Bronze- Kupfer und Zinngeschirr    


 


 
Eine 200 Jahre alte Schaukel
aus einem Sultanspalast 

Noch heute schlafen einige Wüstenstämme in den warmen Sommernächten auf derartigen Schlafgestellen wo ganze Familien, natürlich Frau und Mann getrennt, Platz finden. Darunter wurden in Tonkrügen Vorräte gelagert.
 



 

Sogar alte Vorderladerkanonen sind bei Ali bin Darwish zu finden

Bildmitte Frau Anne Susan Becker Managerin des Jebel Ali Hospitals in Dubai
mit einem deutschen Fernsehteam was über das AWAFI Festival berichtete.
 


Leider erst nach unserer Abreise besuchte auch der Arabische Fernsehsender Abu Dhabi TV
die Ausstellung auf dem AWAFI Gelände. Nun obwohl wir nicht mehr vor Ort waren, haben wir doch unsere Ausstellungsstücke in guten Händen gewusst da die Mitarbeiter von RAK 24 unsere Interessen in den Emiraten vertreten.



 


 

Frau Jasmin Quischfeld und Mr. Qais Ramadan im Gespräch mit arabischen Presse- und Fernsehberichterstattern


Abschließend kann ich hier noch berichten das wir die Zeit natürlich auch nutzte um wieder die
unterschiedlichsten Wüstensande zu sammeln die es ja in Hülle und Fülle gibt. Und das Sand nicht gleich Sand ist sagt schon der Volkstümliche Name der Sieben Vereinigten Arabischen Emirate. „Das Land der Sieben Sande“
Und eben diese Sande verwende ich nun in Kombination mit Sanden von der gesamten Arabischen Halbinsel und Afrika um immer neue Kunstwerke aus Sand und Gestein zu kreieren.
 



 


 


 


 

Beim Sammeln der unterschiedlichsten Wüstensande für neue Kunstwerke die erneut arabische Kultur und Historie wiederspiegeln werden.
 

 

Und nun nur 3 Monate nach unserer Rückkehr sind bereits wieder neue Kunstwerke
aus Gestein und Wüstensand entstanden.

Ich hoffe mein kleiner Reisebericht hat ihnen geholfen einen kleinen Einblick in die Historie und das Land selbst zu bekommen.

Bei speziellen Fragen zu meiner „Kunst der Kleinen Steine“, Bestellung meines Kunstkataloges, zu Land und Leuten oder zur Historie des Landes können Sie mich auch gerne kontaktieren per Mail: Ray.Kunzmann@t-online.de

Ray Kunzmann